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1.Auflage: 1992/X by Hilmar Alquiros ( h.e.)

 

 

 

Hauch-Zart

 

Gedichte 1965 ff.

 

 

Nearness

  

You are so near

And yet so far –

Could you be here!

I miss you, ahhh…

  

My light, my star

What happened, Dear –

You are so far

And yet so near…

 

Nähe

 

Du bist so nah

Und doch so fern -

Ganz einfach da

Hätt' ich Dich gern ...

 

Bis auf den Kern

Traf, was geschah -

Du bist so fern

Und doch so nah ...

 

 

 

Tief-Atmung

 

Du Anemonen-

  Durchseelter Geist,

Sollst in mir wohnen,

 Wer Du auch seist

 

Noch eingetaucht

  Ins Blickelesen,

Bin ich durchhaucht

  Von Deinem Wesen

 

Ich atme Dich

  Tief in mich ein -

Gern will auch ich

  Dein Atem sein ...

 

 

 

Sonett

 

Du lächelst so beredt und so verschwiegen,

Schenkst mir das Äußerste an Innigkeit -

Erfährst im Hochgefühl Besinnlichkeit,

Magst in Dir ruhend noch durch Sphären fliegen

 

Im Tal der Sterne möcht' ich mit Dir liegen,

Vereint in Lichtermeer und Dunkelheit -

Im Traumbewusstsein fern von Raum und Zeit

Ganz zart Dein Wesen an das meine schmiegen

 

Wie heiter Klang das Spiel der Ouvertüren,

Schwebt nun der Geist des In-die-Zukunft-Schauens,

Die Zeit bewacht uns still mit schweren Zeigern -

 

Da wir im Innersten noch Einheit spüren,

Und angesichts unendlichen Vertrauens

Kann nur der Tod noch unsre Liebe steigern ...

 

 

 

Dao-Sonett

Alles ist ein Teil von einem Ganzen,
Sei es räumlich, sei es in der Zeit -
Tun und Nicht-Tun, einsam und zu zweit,
Alle: Engel, Menschen, Tiere, Pflanzen


Ohne Müh', sagt Laozi, überleg' ...
Lass nur die Natur Dein Lehrer sein:
Ist in allen Wesen Mein und Dein -
Einfach ist das Dào, ist der Weg


Beides: Ruhepol und Weltgetriebe
Tragen bei zum Spiel von Yin und Yang,
Dunkel lichtet sich ein Sphärenklang -


Ist das Wesen aller Wesen Liebe!
Charismatisch reift, was zu vergeh'n sucht -
Heißt der Weg der Kreaturen: Sehnsucht ...         

 

 

 

Rausch-Mittel

 

Du bist die Woge, die mich sanft umspült

  in allen Sinnen,

Die Schwingung, die mein Schwingen fühlt

  ganz tief von innen

 

Du bist der Klang, der all mein Lauschen küsst

  in stillem Schweben,

mein Äußerstes und gleichsam mein Gerüst

  im Sinn-Erleben

 

Du bist die Farbe, die den Regenbogen

  am schönsten ziert,

mein liebster Rausch, der ohne alle Drogen

  sich nie verliert ...

 

 

 

Sag

 

Ich liebe Deine Worte und Dein Schweigen,

  Dein Wesen, Deine Unnachahmlichkeit,

Ich bin verzückt, wenn Deine Blicke zeigen:

  Wir haben wieder für ein Weilchen Zeit

 

Ich liebe Deine tief verborgnen Schätze,

  Die selbst noch überstrahlen, was man sieht -

Und das Vertrauen, das ich in Dich setze,

  Verzaubert meinen Sinn und mein Gemüt

 

Ich lieb' auch Deine lieben kleinen Mucken,

  Ganz ebenso wie Deine stille Kraft -

Ich spür' da was in meinen Fingern zucken,

  Was uns ganz neue Wirklichkeiten schafft

 

Was sind wir Menschen für ein seltsam' Völkchen!

  Ich frag' mich, ob's Dir ähnlich gehen mag -

Denk' ich an Dich, so schweb' ich wie auf Wölkchen

  Verliebt noch mal! - was wird das werden, sag ...

 

 

 

Hinkunft-Song

 

Ich bin die langen Jahre leid,

So angefüllt mit wenig Zeit,

Ich möchte Deine Nähe wählen

Und sanfte Augenblicke zählen

So voll von Innigkeit und Charme,

Unendlich anschmiegsam und warm,

Unendlich anschmiegsam und warm ...

 

Ich bin die langen Nächte leid

Voll greller Oberflächlichkeit,

Ich möcht' von Eifersüchteleien

Und Habgier alle Welt befreien,

Nur einfach lieben und versteh'n,

Unendlich anschmiegsam und schön,

Unendlich anschmiegsam und schön ...

 

Ich bin die langen Reden leid

Und all die Chancenlosigkeit,

Ich möcht' nicht planen, sondern jetzt

Und hier nur da sein - bis zuletzt

Ein Lichtblick auf den Wegen sein,

Unendlich anschmiegsam und rein,

Unendlich anschmiegsam und rein ...

 

 

 

Hauchzart

 

Ich konnte realistisch sein

   Und bin entrückt -

Ich atme Deine Jugend ein

   Und bin beglückt

 

Verhext hast Du mein ganzes Wesen

 Mit einem Hauch -

Ich kann in Deinen Blicken lesen:

   Du liebst mich auch ...

 

 

 

Sternstunden

 

Der Mond sieht aus,

Als sei er nur für Dich erfunden -

Tritt still ins Haus,

Du schläfst - und er bewacht die Stunden

 

Das Nachtlicht wirkt,

Als möcht' es bald den Tag gebären -

Was sich verbirgt,

Will sich hervortun und bewähren

 

Das Leben scheint

Von neuer Schwungkraft angetrieben -

Es spürt: vereint

Nun werden wir's noch tiefer lieben ...

 

 

 

Treff-Sicherheit

 

Wie zwei Straßen, die sich unerwartet kreuzten,

Einzeln stark und stärker noch als Zweiheit,

Nicht einmal am Schluss die Nasen schnäuzten -

Ihre Nähe liebten und auch ihre Freiheit

 

Wie zwei Blätter, die hernieder baumeln,

Sich berührten, stark wie jene Straßen,

Immer neu beglückt im Windspiel taumeln -

Und den Boden untern Füßen fast vergaßen

 

Wie zwei Menschen, die auch Briefe schrieben,

Sich ein stück des Weges zu begleiten,

Unverhofftes Sich-Begegnen lieben,

Und sich nie zur Unfreiheit verleiten ...

 

 

 

harmonie

 

welch ein antlitz, welch ein lachen ...

zwischen staunen und gespür -

welches ahnende erwachen

vor der großen seelentür

 

abschied von den gehversuchen,

in verliebtheit und mit geist

innenwelttourneen buchen -

dass Du bald Du selber seist

 

auf der suche nach der wahrheit

und dem eig'nen wesensgrund -

plötzlich und in voller klarheit

... solch ein schöner seelenbund!

 

welch auch innre augenweide:

harmonie aus yin und yang -

welch ein glück für alle beide,

unbegrenzt und lebenslang ...

 

 

 

schwungkraft

 

ich liebe Dich so sanft und zart

von innen -

und Deine ganze wesensart

tief drinnen

 

ich liebe Deine anmut so

verteufelt -

und bin trotz allem irgendwo

verzweifelt

 

ich hab' Dein echtes fühlen lieb

schon lange -

doch macht das wirklichkeiten-sieb

mich bange

 

führt Dich Dein fühlen, statt prekär

die praxis -

dann gibt's kein schön'res glück in der

galaxis!

 

was wär' die liebe ohne sprung

ins leben -

lass uns mit einem riesenschwung

entschweben ...

 

 

 

wer

 

ich mache meine augen zu

und seh' nur Dich -

und irgendwie bin ich nun Du,

und Du bist ich

 

liegst Du noch wach und denkst an mich,

so immerzu?

wer in mir sagt: „ich liebe Dich“ -

ich - oder Du ...?!

 

 

 

liebesklänge

 

ich liebe Dich

zart, wie ein werk

seinen schöpfer liebt

 

ich liebe Dich

stark, wie ein berg

seinen wildsee liebt

 

ich liebe Dich

rein, wie ein kind

sein neues leben begrüßt

 

ich liebe Dich

sanft, wie der wind

sein anemonenfeld küsst ...

 

 

 

Lieb-Äugelei

 

Mit Deinen lieb-verschmitzten Blicken,

An sich schon teuflisch, halb noch fromm,

Riskierst Du wachsendes Entzücken -

Ich möcht' Dir nicht nur Briefe schicken!

Ach, komm doch einfach, komm doch, komm ...

 

 

 

Wahr-Traum

 

Wir sehn uns traumhaft gerne an,

Wir können beide herrlich lachen

Und wahrhaft Leidenschaft entfachen:

Du, eine Frau, und ich, ein Mann ...

 

Wir sind ein traumhaftes Gespann,

Wir können alle Wege gehen,

Weil wir uns einfach toll verstehen:

Du, eine Frau, und ich, ein Mann ...

 

Wir lieben uns, wie man nur kann,

So frei, dass alle Ängste starben

In wahrhaft allen Liebesfarben:

Du, eine Frau, und ich, ein Mann ...

 

Wir lieben unsern Liebesbann,

So lässt er diesen Traum bewahren

Und uns als wahren Traum erfahren:

Dich, als die Frau, und mich, als Mann ...

 

 

 

Bergung

 

Wie Licht von Doppelsternen

  Gemeinsam sein,

In absoluten Fernen

  Von Einsam-Sein

 

Auf kein Ergebnis zielen,

  Wo Leben liebt -

Sich schlicht geborgen fühlen,

Weil es Dich gibt ...

 

 

 

geheimnis

 

Du zauberstrahl, den wohl der himmel sendet,

wo liebe selbst voll ehrfurcht sich verneigt,

da sich die innerste berührung zeigt -

die tiefstes glück noch wundersam vollendet ...

 

im banne solcher magischer verbindung,

wo höchste liebeskunst den ausdruck dessen nicht

bewältigt, wie uns jenes zauberlicht

erstrahlen läßt - in seliger empfindung ...

 

wo platinglanz die leidenschaft umgibt

und ein mysterium unsern blick erhellt,

die sehnsucht sich zu lust und schmerz gesellt -

wo ein geheimnis ein geheimnis liebt ...

 

 

 

Geschehnis

 

Unendlich bin ich Dir verbunden,

Und meine Sehnsucht kennt kein Maß -

Ein solches Licht hab' ich gefunden,

Dass ich die Dunkelheit vergaß

 

Erfasst nicht auch die Erde Demut,

Wenn sie des Himmels weite sah -

Um so viel mehr ergreift mich Wehmut,

Bist Du so weit und doch so nah

 

Was immer auch mit uns geschähe,

Durchs Feuer würd' ich für Dich geh'n -

Wo ist ein Wort für diese Nähe,

Was ist da bloß mit uns gescheh'n?

 

 

 

Spür-Sinn

 

Wir möchten beide nur noch eins:

Den andern glücklich wissen -

Mein Sinn im Grunde meines seins

Heißt Dich zu küssen ...

 

In welche Tiefen, welche Höh'n

Du mich so oft schon triebst -

Ich find' das Leben wieder schön,

Seit Du mich liebst ...

 

Denn unsrer Liebe grüner Zweig

Kennt nur ein Für und Für -

Es dröhnt Dein kleinster Fingerzeig

In mein Gespür ...

 

Ich lieb' Dich und begehr' Dich auch

In schönster Wiederkehr -

Ich hab' nun alles, was ich brauch'

Und noch viel mehr ...

 

 

 

Zusammen-Legung

 

Wir hausen in zwei Körpern, die sich lieben,

  Auch hat mein Geist den Deinen fühlbar gern -

Ein Wunderwesen bist Du mir geblieben,

  Vielleicht kommst Du von einem andern Stern?

 

Zwei Nasen, die einander gerne riechen,

  Zwei Menschen, die ins gleiche Glück entführt -

Am liebsten unter eine Decke kriechen

Und spüren, was der andre gerne spürt ...

 

Und hat man dann auch uns einmal vergraben,

  Entziffern Wanderer dort einen Stein:

Sie konnten miteinander alles haben,

  Nur, ohne sich zu haben, nicht mehr sein ...

 

 

 

Wahl-Geheimnis

 

Ertrinken möchte ich in Deinen Fluten,

Hinunterstürzen in Dein Meer der Lust -

Verbrennen auch in Deinen Liebesgluten,

Erfrieren, blutleer schon und noch bewusst ...

 

Ersticken möcht' ich unter Deinen Küssen,

Hinschmelzen, wenn Du mich berührst -

Betäubt an Deinen Augen haften müssen,

Wenn Du zu kleinen Toden mich verführst ...

 

 

 

Arbeitsschritte

 

Ich hör' so gerne, wenn Du pfeifst

Und Deine Stimmung mich erreicht,

Wenn Du vorbeikommst und mich streifst,

Dann fließt mein Atem wieder leicht,

Und auch die Arbeit geht voran

 

Doch unterbrech' ich dann und wann

Und höre Deinem Pfeifen zu,

Und bin ein bisschen fast schon Du,

Und bin ein bisschen fast schon Du

 

Ich spüre, wenn Du an mich denkst

Und ganz allmählich Deinen Schritt

Partout in meine Richtung lenkst,

Und Deine Sehnsucht schreitet mit,

Auch Deine Arbeit ging voran

 

Doch unterbrichst Du dann und wann

Und auch Dein Atem fließt durch mich,

Und Du bist auch ein bisschen ich,

Und Du bist auch ein bisschen ich ...

 

 

 

Nolde

 

Ein Driften, Tosen, Überweh'n

In herbstlich-abendlichen Böen,

Die nach den Himmeln gieren

 

So bläulich-rötlich-traurig-schön,

Ich möchte Dich im Nordlicht sehn

Und mich in Dir verlieren

 

Die gleiche Landschaft weht in Dir:

Dein Violett zerreißt mich schier

In dunklen Wirbelwinden

 

Und möcht' mich nirgends doch als hier

Im Wolkenmeer aus reinem Wir

Verloren wieder finden ...

 

 

 

Un-Fähigkeiten

 

Wir sind aus einem Geist geschnitzt,

Das wird ein Fundament sein -

Wir können schlicht sein und gewitzt,

Ganz still sein und auch ganz erhitzt,

Nur eines schlecht: getrennt sein ...

 

 

 

Inseln

 

Leise huschen Emotionen

  In zwei Blicken hin und her,

Ein Umspielen, ein Bewohnen

  Beider Körper und viel mehr

 

Ein Geheimnis gleich Millionen

  Inseln, fern von jedem Meer -

Strahlt von jenseits der Neuronen

  Tief und warm und immer fair ...

 

 

 

Farbgebung

 

Ich möcht' mit Dir im Jetzt und Hier

Den grauen Alltag färben,

Alt werden einmal nur mit Dir

Und friedlich mit Dir sterben ...

 

Ich möcht' mit Dir im Hier und Jetzt

Ein Leben lang ganz nah sein -

Ich will Dich lieben bis zuletzt

Und immer für Dich da sein ...

 

 

 

Du-Song 1

 

Du bist die Sehnsucht, die noch wacht,

Die alles nehmen mag und geben,

  So leidenschaftlich und so sacht,

  Du bist mein Tag und meine Nacht -

Du bist mein Leben ...

 

Du bist das Ziel auf meinem Weg,

Mein unverborgenes Erstreben,

  Du bist das Ufer und der Steg,

  Ein unverhofftes Privileg -

Du bist mein Leben ...

 

Du lässt des Nachts und auch am Tag

Meine Bewusstseinssphären schweben,

  Du bist das Leben, das ich mag,

  Geht es Dir etwa auch so, sag -

Du bist mein Leben ...

 

Du bist die Tiefe meines Seins,

Ich stehe fassungslos daneben,

  Ein Leben ohne Dich wär' keins,

  Mit einem Wort: ich weiß nur eins -

Du bist mein Leben ...

 

Du bist für mich, was Dir beliebt,

Mein Ein-und-Alles bist Du eben,

Ein Sinn, der sich von selbst ergibt,

  Die Liebe bist Du, die mich liebt -

Du bist mein Leben ...

 

 

 

Nacht-Licht

 

Ich wache ein Uhr nachts an Deiner Seite

  Und schaue den Gedankenspielen zu

Von gestern ... oder soll ich sagen heute?

Der enge Tag verlor sich in der Weite

  Der Nacht - und in und neben mir bist Du ...

 

Ich schreibe ein Uhr nachts noch ein paar Zeilen

  Und höre mich in Deinem Atem ein:

Da klingt ein Lachen leise mit und auch ein Heulen -

Magst Du die Jahresringe mit mir teilen?

  Nun schmiegst Du Dich gerade Bein an Bein ...

 

Ich fühle ein Uhr nachts auf eigne Weisen

  Was Sinn ergibt, für Dich und auch für mich,

Des Lebens Urkraft bricht wohl aus den Schleusen?

Und sollt' ich doch am Tage neu entgleisen,

  Vertrau' der Nacht - hier steht's: ich liebe Dich ...

 

 

 

Leucht-Spuren

 

Denn die Liebe bleibt Geheimnis

  Und der Zufall voller Sinn -

Welch' vernichtendes Versäumnis,

  Gingen wir allein dahin

 

Welche unsichtbaren Spuren

  Luden unsre Schritte ein -

Welcher Zauber der Naturen

  Ließ uns so verbunden sein

 

Das Mysterium Deines Blickes

  Löst Verlangen aus nach Glück -

In die Tiefen des Geschickes

  Kehren wir dereinst zurück

 

Welch' vernichtendes Versäumnis

 Gingen wir allein dahin -

Denn die Liebe bleibt Geheimnis

Und der Zufall voller Sinn ...

 

 

 

Vertrauen

 

Ich liebe Deinen weichen Mund

Und seine harten Flüche,

Begehre Deinen Körper und

Das Glashaus Deiner Psyche

 

Ich liebe Deinen Ruf der Nacht

Und das Gezänk des Tages,

Was mich erzürnt und glücklich macht -

Ich brauch' es und ich mag es

 

Ich liebe all Dein Hin und Her,

Die Fahrt ins Ungewisse -

Ich mag auch Deine Sanftmut sehr

Und Deine heißen Küsse

 

Ich liebe Deinen ruhigen Blick

Und Deine Angst und Wut,

Und immer wieder macht es klick -

Und schon wird alles gut ...

 

 

 

Ur-Sachen

 

Mal schien es leicht, mal war es schwer,

Es wurde, wie es ist -

Drei Jahre ist es nun schon her,

Dass Du mein Leben bist

 

Du bist die schönste Wiederkehr

Im Wandel der Bestände -

Wo rührt nur unser Sehnen her

In Kopf und Herz und Lende

 

Gleich wie die Wellen, tief im Meer,

Die Teile sind im Ganzen -

Rührt überall die Liebe her

Im Weinen und im Tanzen

 

Ich lieb' auch Deine Gegenwehr,

Wenn ich verwickelt bin -

Ich liebe all Dein Hin und Her

Und Dich - inmitten drin

 

Der Bann der Liebe traf uns sehr,

Er stärkte uns und schwächte -

Rund tausend Tage ist es her

Und auch schon tausend Nächte ...

 

 

 

Lebens-Wert

 

Manches, was ich andern gebe,

  Eines, was mich glücklich macht -

Ob ich sterbe, ob ich lebe,

  Hab' ich es schon recht bedacht?

 

Vieles, was ich nicht erstrebe,

Eines hält mich doch in Trab -

Ob ich sterbe, ob ich lebe,

  Dieses hängt von jenem ab!

 

Alles scheint so in der Schwebe,

  Eines bleibt ganz unbeschwert:

Ob ich sterbe, ob ich lebe -

  Unsre Liebe ist es wert ...

 

 

 

Nachspiel

 

Behutsam küsse ich Dein Haar

Und Deine Fingerspitzen,

Seh' unter Deinem Liderpaar

Verliebte Träume flitzen

 

Umschmeichle sanft und inniglich

Die zart geliebten Brüste,

Unendlich sacht bedecke ich

Den Garten Deiner Lüste

 

Du schmiegst Dich tief in meinen Arm,

Das Mondlicht grüßt fern-östlich,

Die Nacht war lind, Dein Atem warm

Und Deine Liebe köstlich ...

 

 

 

lippen

 

lippen voller frühlingssonne,

lust- und seelenreich,

laden ein zu wahn und wonne -

rot und warm und weich ...

 

lippen voller lust und leben,

gleichsam unbefreit -

die den stoff der liebe weben

voller zärtlichkeit ...

 

lippen wie gekrönte herzen

segensreich verflucht -

sehnsucht zwischen lust und schmerzen,

die erlösung sucht ...

 

lippen, die in lustduetten

schaukeln und liebkosen -

lippen, die ein leben retten

und zugleich verstoßen ...

 

 

 

innenglück ...

 

spüren, wie ganz tief von innen

sehnsucht forscht und halb noch irrt -

traum noch, wie im neubesinnen

eine tür geöffnet wird ...

 

innigliches näherrücken:

inselglück für eine nacht -

ob dereinst, aus freien stücken,

zweisamkeit den schlaf bewacht?

 

kuschelnd ineinanderkriechen -

zärtlichkeit von fuß bis haar!

köstlich, wie's in jenen nischen

der geborgenheiten war ...

 

 

 

Wunschliste

 

Ich möchte Deiner Stimme lauschen

  In leisem Frühlingswind -

Mich am geheimsten Klang berauschen,

 Zu dem wir fähig sind

 

Gemeinsam durch den Sommer reisen,

  Gefasst an allen Klippen -

Den Sinn des Lebens neu umkreisen

  Mit Worten und mit Lippen

 

In Deine Augen will ich schau'n

  Die zarten Seelentüren -

Sie lassen, zwischen Gold und Braun,

  Des Herbstes Wärme spüren

 

Besiegt in letztem Winterwehen

  Der Wandel den Bestand -

Möcht' ich Dich schmecken, hören, sehen,

  Noch immer Hand in Hand ...

 

 

 

Atemlos

 

Ich atme Deinen Atem sacht,

  Hör' Dich fern-leise lachen,

So will ich nun die ganze Nacht

  An Deiner Seite wachen ...

 

Du ruhst so tief und inniglich,

  Sanft möcht' ich Dich berühren,

Wie tief war doch das Glück für mich,

  Dein Fleisch und Blut zu spüren ...

 

Ich liebe Dich, von Frau zu Mann,

  Dein Leben, Deine Lieder,

Noch hält die Trauer mich in Bann -

  Bald sehen wir uns wieder ...

 

 

 

Freie-Liebe-Song

 

Ich lade Dich zum Wahnsinn ein,

Nicht ganz allein zu bleiben -

Leibwächter soll die Sehnsucht sein:

Man darf's nicht übertreiben ...

 

Ich lad' Dich auch zum Spür-Sinn ein

Für beide Existenzen -

Was Dein ist, ist noch lang nicht mein,

Erwarten heißt: begrenzen ...

 

Ich biet' Dir auch Gespräche an

Statt ewiges Gelaber -

Und liebe, die bekennen kann:

Ganz ohne Wenn und Aber ...

 

Ein Kind der Freiheit ist die Liebe,

 Bar jeglicher Bedrängnis -

Wenn keiner eigenständig bliebe,

Wär's bald schon ein Verhängnis ...

 

Ich schenk' Dir einen Teil von mir,

Mein Gegen-Teil heißt: Schreiben!

Und gönn' auch Du Dich bitte Dir:

Man darf's nicht übertreiben ...

 

 

 

Dank-Schreiben

 

Wenn Dein Bewusstsein Sehnsucht funkt

  Erfasst es mich im Nu -

Du bist der Dreh- und Angelpunkt

  In allem, was ich tu'

 

Wo geh ich hin, wo kam ich her?

  Was zählt, ist nur Dein Kuss -

Du bist die Quelle und das Meer

  In meinem Lebensfluss

 

Das ganze Leben liebe ich

  Und das verdank' ich Dir:

Du bist das Äußerste für mich

  und Innerste in mir ...

 

 

 

Hingabe

 

So lass den Tanz der Wellen zu

Und gib Dich einfach hin -

Und tief berührt erfährst auch Du

Die Sinnlichkeit als Sinn

 

Ein Leben lang und ganz zum Schluss

ein Liebeslied für Dich -

Gevatter Tod den letzten Kuss

Als Höhepunkt an sich ...

 

 

 

Liebeserklärung

 

In Deinen Adern möcht' ich sein

Und Deinen Venen,

Pulsierend wie ein dunkler Wein

Dein Herz ersehnen

 

In Deinem Denken möcht' ich sein

Und Deinem Fühlen,

Als möcht' ich Dich zugleich befrei'n

Und auch durchwühlen

 

Ich möchte Deine Träume bilden

Und Dein Bewusstsein,

In Deinen innersten Gefilden

Dir Trost und Lust sein

 

Dies alles möcht' ich für Dich sein:

Dein weg, Dein ich -

Doch schließt ein andrer Leib mich ein,

Drum lieb' ich … Dich!

 

 

 

Sehnsucht

 

Seltsam, wie seit jenen Tagen

Jenes violette Band

Unstillbarer Liebesplagen

Unsern Lebensweg umwand

 

Liebe schenken und entlehnen,

Sehnsucht, einzeln und als Paar,

Sonderbar, wie jenes Sehnen

Allem fühlen Rahmen war

 

Wundersam seit jenen Stunden,

Wie der Tag die Nacht umwarb,

Einkehr nach den Abschiedswunden

Tausend Liebestode starb

 

Grenzenloses Unvermögen,

Wären wir dereinst allein -

Jenseits aller Himmelsbögen

Müssen weit're Tode sein ...

 

 

 

Frei-Spruch

 

Sehnsucht: innigliches Hoffen,

Das nach Liebe rief -

Liebe: offen, frei und tief,

Tief und frei und offen ...

 

Dass sie unvergleichlich bliebe,

Tag und Nacht und Tag -

Wen der Himmel retten mag,

Schützt er durch die Liebe ...

 

 

 

Nacht-Verbindung

 

Telefon um kurz nach Zwei

Nachts - in aller Stille,

Die Verbindung ist nun frei ...

Zufall oder Wille?!

 

Tiefe Einsicht kurz vor Drei

Nachts - in weiter Ferne,

Sag mir, was die Liebe sei

Voller Hoffnungssterne ...

 

Tiefe Sehnsucht kurz nach Vier

Vor dem warmen Morgen -

Bald schon fühl' ich mich bei Dir

Wieder ganz geborgen ...

 

Tiefe Liebe rundherum

Um den Kreis der Stunden -

Bald schon haben wir uns zum

Lohn der Angst gefunden ...

 

 

 

Freude

 

Dein Lachen ist ein Ohrenschmaus,

Wie kostbar sind die Stunden!

Bei Dir fühl' ich mich wie zu Haus -

So wesenhaft verbunden ...

 

Du gehst mir nicht mehr aus den Sinn,

Du meine Augenweide -

Du bist in meinem Herzen drin

Und wärmst uns alle beide ...

 

Dein Himmelsglück ist hier auf Erden

Die Kraft für all mein Schweben -

dass es Dich gibt und all Dein Werden:

Der Trost in meinem Leben ...

 

 

 

Lichterkranz

 

Auf der Reise an die Küste,

Wo ein Teil das Ganze übt -

Wenn ich es nicht besser wüßte,

Fühlte ich mich bloß verliebt ...

 

Auf der Reise zu den Meeren

Aus den Tropfen unsrer Zeit -

Führt der Weg uns zu den Sphären

Innerer Verbundenheit ...

 

Auf der Reise an die Strände

Poesie im Lebenstanz -

Innerste Gezeitenwende,

Augen wie ein Lichterkranz ...

 

 

 

Brand-Stiftung

 

Ich habe Sehnsucht nach ... uns beiden!

Und nach dem Meer -

Ich mag Dich noch viel besser leiden

Als je seither ...

 

Welch' tiefe Nähe ich verspürte

In Deinem Blick -

Der mich zu neuem Sehen führte,

Mein zartes Glück ...

 

Ich möchte Deine Seele necken

Und heiter sein -

Ich möchte Deine Lippen schmecken

Beim Kerzenschein ...

 

Ein wundersames inn'res Fühlen

Ist mir vergönnt -

Und aus der Ferne muss Du kühlen,

Was hier so brennt ...

 

 

 

Aussichtslos

 

Hoch will ich Dich in Ehren halten,

Mit Liebe schmücken -

Das ganze Leben neu entfalten

Und Dich beglücken ...

 

Dich telepathisch in mir spüren,

Dir alles geben -

Zum Wahnsinn täglich Dich verführen,

Mit mir zu leben ...

 

Mit Dir die Lebenstage grüßen,

Allmorgendlich -

Die Abendröte Dir versüßen

Ganz inniglich ...

 

Dich ungeahntes Lieben lehren

Auf meinem Floß -

Mich gegen unsre Küsse wehren

Ganz aussichtslos ...

 

 

 

Wundertüten

 

Lass Dein Wundertüten-Lächeln,

Wenn Du Dich von mir entfernst,

Laß uns nicht nach Freiheit hecheln -

Nimm' auch unsre Bindung ernst

 

Klopf' erst sacht an meine Pforte,

Wenn Du bald mein Herz zerwühlst,

Lass die komplizierten Worte -

Zeig' mir einfach, was Du fühlst

 

Mag die Nacht den Tag besiegen,

Hundert Kerzen brennen dann,

Lass uns aneinanderschmiegen -

Was man doch nicht trennen kann ...

 

 

 

Krönung

 

In Deinen Blicken möchte ich lesen,

Wie nah' wir uns sind für alle Zeit -

Verzaubert bin ich von Deinem Wesen,

Geborgen in Deiner Geborgenheit ...

 

In Deinen Worten schwingt ehrliches Leben,

Kein Quäntchen an Rollenspiel, das uns trennt -

An Deiner Seite möchte ich schweben

In Himmeln, die keiner von uns schon kennt ...

 

In Deinen Gesten erahn' ich den Segen,

Wenn Lippen und Herzen geöffnet sind -

Ich möcht' Dich begleiten auf innigen Wegen

Und manchmal Dein Haar zerzausen im Wind ...

 

In Deinen Armen möcht' ich beglückt sein,

Mit all jenen Tiefen des Lebens versöhnt -

Und immer von neuem nach Dir verrückt sein,

Wo so viel Freude die Lust umkrönt ...

 

 

 

Lieben

 

Lieben heißt, die Hand zu greifen

Und die Seele zu berühren,

Heißt, den Augenblick zu streifen

Nie gekannte Sehnsucht spüren

Und gemeinsam weiterreifen -

 

Lieben heißt auch Trauer fühlen

Und den Schatten wandern sehen,

Wahnsinnsscherben zu durchwühlen,

Einsam zwischen allen Stühlen -

Bangen und dann still verwehen

 

Lieben heißt, sich nicht zu wehren

In der Atemnot des Nahseins,

Erst zu küssen und begehren,

Um dann endlos zu entbehren -

Welche Ironie des Daseins ...

 

 

 

Abgesang

 

Welch ein Geheimnis doch das Leben ist,

es quillt und ruft und welkt und fragt -

und endlich ahnt man hoch betagt,

was Geben ist ...

 

Welch wundersame Welt das Geben ist,

dort zwischen Dächern, Erde, Zwang und Lust -

und nah dem Abgesang, da wird bewusst,

was Leben ist ...

 

 

 

B-moll-Sonnett

 

Ist dieser Licht-Blick Teil der Wirklichkeit?

Regiert der Wunsch das innerste Empfinden?

Gelingt es, Wunderkerzen anzuzünden?

Ich hätte gern mehr Raum für solche Zeit ...

 

Tangenten schmiegen sich an Haut und Haar,

Berühren sich - fern der Unendlichkeit,

Real und traumhaft, einzeln und zu zweit -

Ich wünschte, solche Träume würden wahr ...

 

Nie mag spontane Kraft Erwartung schüren,

Kann nicht der Weg alleine nur das Ziel sein?

Mag letztlich Unerklärliches im Spiel sein ...

 

Als Seelenfünklein die Begegnung spüren?

Nur Mut! Das Leben ruft von höchster Zinne:

Nur Geist an Geist ... erblüht das Glück der Sinne!

 

 

 

Neu-Mond

 

In fremden Bars, nach langen Fahrten,

ein Schicksalsblick in meine Karten:

Nie wird es sein, so wie es war -

was war’n wir für ein Liebespaar!

Und doch - nun heißt es: warten ...

 

Der Hafenduft, die plumpen Lieder,

vertraute Blicke, fremde Mieder ...

Nie wird es sein, so wie es war -

Und doch - ob wir dann wohl ... und zwar

halt eines Tages wieder ...?

 

Der Whiskey hat den Tag vertrieben,

noch ist die Nacht mir treu geblieben ...

Nie wird es sein, so wie es war:

Und doch will ich dann - übers Jahr -

den Mond von neuem lieben ...

 

 

 

Begegnung

 

Wie schön der Zufall aus den Sternen

In unser Leben greifen kann -

Möcht’ gern Dich tiefer kennen lernen

Dein Wesen zieht mich magisch an ...

 

Wie schön es war, mit Dir zu sprechen,

Auch ohne Worte, wie Du weißt -

Fern schon der bloßen Oberflächen,

Bevor ich wusste, wie Du heißt ...

 

Wie schön, wenn man sich so verstehen,

So tief und frei begegnen kann!

Was ist da nur mit uns geschehen?!

Mit Dir und mir, mit Frau und Mann ...

 

 

 

Farbklänge

 

Das Leben schwingt

Von Weiß bis Schwarz -

Ins Dunkel dringt

Der Rosenquarz ...

 

Von Blau bis Weiß

Schwingt manches mit -

Unhörbar leis’

Im Sodalith ...

 

Wo Rot und Blau

Vereinigt sind -

Schützt Mann und Frau

Der Amethyst ...

 

Die Freude klingt

Wo Ängste starben -

Die Liebe schwingt

In allen Farben ...

 

 

 

Freudensprung

 

Wann immer ich bloß an Dich denke,

Und das passiert ja Tag für Tag -

Wenn also ich die Blicke lenke

Auf uns, dann ... geht’s Dir auch so, sag?!

 

Dann fühl’ ich etwas Neues werden,

Und dass mein Herz vor Freude hüpft -

Da ahnt den Himmel man auf Erden,

Wo solcher Geist die Zukunft knüpft ...

 

 

 

Gegenzauber

 

Mal möcht’ ich mich nach Dir verzehren

Und Dich vermissen -

Dann wieder mich nicht länger wehren

Und zart Dich küssen ...

 

Mal möcht’ ich Dich in Ruhe lassen

Und still besingen -

Dann zärtlich an den Hüften fassen

Und in Dich dringen ...

 

Mal ganz romantisch von Dir träumen

Beglückt und einsam -

Und mal vor Lust fast überschäumen

Mit Dir gemeinsam ...

 

Mal möcht’ ich wie durch Flügeltüren

Beseelt entschweben -

Mal Dich ganz tief von innen spüren

Und mit Dir leben ...

 

 

 

Heimkehr

 

Wie soll man solch ein Lachen nenne,

Das Leib und Seele heilt -

Wie könnt man einen Menschen kennen,

Wo man noch lieber weilt

 

Wie soll man solche Sympathie

In Worten nur beschreiben -

Wenn sich zwei Seelen irgendwie

Einander einverleiben

 

Wie soll man denn ein Glück verstehen

Das einer Blume gleicht -

Wie könnte so etwas vergehen

Das an den Himmel reicht

 

Wie soll man Nähe tiefer gründen

Als mit der Seelenschwester -

Wo könnte man mehr Frieden finden

Von Weihnacht bis Silvester ...

 

 

 

Hochgefühle

 

In solchen Tagen liegt der Geist

Charmanter Wahrheitsfindung:

Hier, wo sich Fern- wie Nahverbindung

Lustvoll als Glück erweist ...

 

In solchen Augenblicken bricht

Ein ganzer Mensch hervor -

Begegnen Ernst sich und Humor,

Empfindung, Klang und Licht ...

 

Du spürst die Wärme, die es gibt

Im Kern des Alltags-Kühlen:

Champagner auf die Seelenmühlen!

Hoch lebe, was da liebt ...

 

 

 

Liebeslust

 

Ich mag Dich - und mag jenen Hauch

Wenn Du mich sanft berührst -

Und wenn Du mich ganz innen spürst

In Dir - das mag ich auch ...

 

Ich hab Dich lieb von Bauch zu Bauch,

Und Deine sexy Stimme -

Und all die Lust, die ich erklimme

In Dir, die lieb ich auch ...

 

Und Deine Lust, die lieb ich sehr,

Wenn Du Dich bäumst und bäumst -

Wenn Du dann schläfst und lächelnd träumst

Lieb ich Dich fast noch mehr ...

 

 

 

innerlichkeit

 

möglichkeiten schweben leise

ahnungsvoll durch zeit und raum,

das bewusstsein schlägt die schneise

mitten durch den faktenraum

 

wirklichkeiten, die begegnen,

Du und ich, ein liebespaar -

zufallskräfte, die uns segnen,

überwirklich, gleichnis-wahr ...

 

 

 

Manchmal-Song

 

Manchmal glaubt man eigentlich

Lustvoll sich und nah -

Und doch ist so fürchterlich

Schnell der Alltag da ...

 

Manchmal scheint ein Augenpaar

Wie ein zweites Leben -

Funkelt erst so sternenklar

Und geht doch daneben ...

 

Manchmal spürt man schon  beim Küssen:

Diese Zeit ist um -

Nach solch sinnlichen Genüssen

Fragt man sich, warum ...

 

Manchmal gibt man sich gescheiter:

Single, statt zu zwein -

Doch dann weiß man auch nicht weiter

Und fällt neu herein ...

 

Manchmal flirtet man in Bars nur

Zwischen Herz und Knie -

Doch am nächsten Morgen war’s nur

Leise Ironie ...

 

Schließlich möcht man nichts mehr „haben“

Bloß zusammen „sein“ -

Und vielleicht stellt sich erhaben

Doch noch Liebe ein ...

 

 

 

Minutenwalzer

 

Ich hab’s in der ersten Minute gewusst

Und mich erst so tapfer gewehrt -

Und doch kam die Liebe und mit ihr die Lust,

Und ich fühlte mich himmlisch beschert

 

Es gab nicht die kleinste Wahrscheinlichkeit,

Da doch andre Gefühle verwirrten -

Und Tabus, na Du weißt schon, und keinerlei Zeit,

Bis sich liebende Blicke verirrten

 

Es war ganz unmöglich und ist doch geschehen,

Und die Zeit hat sich seltsam gedehnt -

Ich hab’s in der ersten Minute gesehen

Und mich lebenslang schon gesehnt ...

 

 

 

Siegesmeldung

 

Der Weg schien weit,

Die Zeit scheint nah -

War Lust und Leid,

Was Liebe sah ...

 

Ob Leid, ob Lust

Nun überwiegt?

Da fühlt die Brust:

Die Liebe siegt ...!

 

 

 

Vorahnung

 

Ich mag den Ernst an Dir

Und auch Dein Lachen -

Und wie die Nächte wir

Zum Tage machen ...

 

Spür’ Deine Haut so gern

Und Deine Hände -

Wer liebt, der schaut so gern

Auf Herz und Lende ...

 

Ich mag auch Mund an Mund

Mit Dir verzückt sein -

Dich küssen, lieben ... und

Nach Dir verrückt sein ...

 

Und übermannt und -weibt

Uns Lust und Lust -

Dann mag ich einverleibt

Sein, Brust an Brust ...

 

Mag mit Dir keuchen und

Mit Dir zerfließen -

Und dann aufs Neu’ den Mund

Ganz zart genießen ...

 

Ich mag Dich spüren. - Auch

Dereinst begreifen -

Mit Kopf und Herz und Bauch,

In Liebe reifen ...

 

Ich mag Dein Lachen wie

Den Ernst an Dir -

Da ahnen Er und Sie

Ein großes Wir ...

 

 

 

Du-Song 2

 

Du bist die Liebe, die mich liebt,

die Sinn mir und Erfüllung gibt,

Du bist der Ernst und auch das Spiel,

Du bist mein Weg und auch mein Ziel,

Du bist mein Anfang und mein Schluss,

so tief und doch ein Hochgenuss,

Du bist, was mir noch Hoffnung gibt -

Du meine Liebe -

die mich liebt ...

 

Du bist mein Morgen und mein Tag,

und auch die Nacht, die ich so mag,

es gibt nichts Schöneres, das ich wüsste,

Du bist die Freude, die mich küsste,

Du bist die Zeit, die in mir reift,

Du bist die Hand, die nach mir greift,

die Gegenwart, die Zukunft gibt -

Du meine Liebe -

die mich liebt ...

 

Du meine Sonne, ich Dein Mond,

Du bist der Stern, der in mir wohnt,

Du bist das Licht, das mich so wärmt,

Du bist mein Lied, das Dich umschwärmt,

im weiten Meer bist Du mein Boot,

und noch mein Leben nach dem Tod,

Du Erde, die den Himmel gibt -

Du bist die Liebe -

die mich liebt ...

 

 

 

 

Pre-Condition

 

I didn’t see you

Up to now,

I didn’t hear you,

But I vow

That I feel near you,

You ask me, how?

 

You ask me, why?

I like the sky,

I like the Earth, too,

For you gave birth to

The Heaven in my life -

Your daughter and my wife …

 

 

 

Chanson-de-Paris

 

zwischen straßencafé und chateau

dieses flair, das mich aufhorchen ließ -

überwältigt ein bisschen und froh,

denn der frühling war warm in Paris

 

zwischen Eiffelturm und Notre-Dame:

jener duft, der verliebtheit verhieß -

ein gefühl, das mich oft überkam,

denn der frühling war warm in Paris

 

zwischen Louvre und Quai de la Gare

tausend wunder, auf die ich hier stieß -

und die nächte berauscht und doch klar,

denn der frühling war warm in Paris

 

zwischen oper und schauspiel von Sartre

ein enormes kulturparadies -

mit der Liebsten im arm zum Monmartre,

denn der frühling war warm in Paris

 

zwischen Bois-de-Boulogne und Seine:

manch ein tropfen, der rasse bewies -

und zum abschied noch schnell eine träne,

denn der frühling war warm in Paris ...

 

 

 

Sehnsucht

 

Ich sehn' mich so aus tiefstem Seelengrund,

Cembaloklänge perlen durch die Zeiten -

Heut' möchten sie den Höhepunkt begleiten,

So manchen Ruf der Nacht aus Herz und Mund

 

Ein köstliches Durch-Leib-und-Seele-reisen,

Hautnah erleben wir die Melodien -

Naturgetreu, wie Rhythmen uns durchziehen:

Ein ewiges Umspielen und Umkreisen

 

Mit höchster Sehnsucht, tief aus unsrer Mitte

In jenes Reich, das die Erfüllung heißt -

Chérie, ein Klang, der hoch gen Himmel weist

 

Hilf mir! So lautet Deine letzte Bitte -

So mag das Diesseits für das Jenseits werben:

Oh, hier und jetzt möchte’ ich nun sterben ...

 

 

 

Erfüllung

 

In jenen wundersamen Abendstunden,

Calypso-Rhythmen fast im Blut, und doch -

Hat nun ein Engel mich geküsst und noch

Lässt mich sein Zauber alles neu erkunden

 

In Augenblicken, männlich und auch weiblich,

Ein wenig noch verwirrt und doch so klar -

Beglückt, was schemenhafte Hoffnung war,

Erst zart, dann tief und schließlich unbeschreiblich

 

Du bist das Licht, das ich im Dunkeln sah,

Im Schrei des Tages und im Schmerz der Nacht ...

Calypso-Klänge hatten mich bewacht -

 

Horch, hier sind Quell und Mündung zeitlos nah!

So blieben Illusionen nicht vergebens -

Oh, die Erfüllung bist Du meines Lebens ...

 

 

 

Inselglück

 

Chronos gab dem Raum die Zeit zur Seite,

Hat Bewegung in das Herz gelenkt –

Liebe lebt, wo man sich Zeiten schenkt:

Echtes Glück im Mittelpunkt der Weite

 

Birgt im Ozean der Urgewalten

Eine Insel, die nur uns gehört –

Fühlst Du, wie die Zeit den Raum betört?

Uns empfiehlt, die Zukunft zu gestalten

 

Eine Sternenwelt schaut funkelnd zu –

Ruft die Zeit für uns nach Ewigkeit?

Du und ich, wir leben nun zu zweit

 

Innen spür‘ ich: „Wir heißt erst mal Du!“

Chronos lächelt: ob bei Dir, bei mir,

Herrlich lebt sich Liebe, jetzt und hier ...

 

 

 

mater

 

sie webt am webstuhl der natur

und kleidet so, was bloß ist -

wir brauchen sie rund um die uhr,

denn sie nur weiß, was los ist

 

sie geht den weg, den man ihr gab

und schenkt dem geist materie -

wirkt von der wiege bis zum grab

als bindeglied der serie

 

so überformt sie zeit und raum,

liebt und bewahrt und schafft -

und übergipfelt tag und traum

mit zarter lebenskraft ...

 

 

 

liebe

 

liebe ist ein zauberding,

durch und durch gefühl -

voller ernst und voller spiel,

ausgangspunkt und weg und ziel

und - ein schmetterling!

 

liebe, amors letzte list,

sehnsucht, lust und glück -

liebe, das ist stück für stück,

ganzheit - und der augenblick

der die zeit vergisst

 

liebe ist - sich zärtlich geben,

weit und grenzenlos -

haut und haar und geist und schoß,

sag, was ist die liebe bloß?

liebe ist ... das leben!

 

 

 

Sinnverschmelzung

 

Charisma des liebenden Berührens:

Haut und Haar, so weich und warm Dein Mund -

Lustvoll äußern sich Verlangen und

Ach, so zart, die Kunst des Wünscheschürens

 

Froh und wild die Glut des Sich-verführens,

Nun umschmeicheln Leib und Seele sich -

Und vereint ertönt: Ich liebe Dich!

Nah und tief im Ozean des Spürens

 

Muss im Gipfel das Bewusstsein schwinden -

Ist Erinnerung je mehr als Traum?

Tief beglückend hegen Zeit und Raum

 

Milde Sehnsucht, bald sich neu zu finden -

In der Wonne, unbegrenzt zu geben,

Reifen Weg und Wahrheit und das Leben ...

 

 

 

Stillzeit

 

Auch mit Gedichten lässt sich nicht umkreisen,

Genau und tief genug, was Du mir seist -

Horch, wie die Stille mir die Wege weist:

Ich möchte Deine Wege sein und weisen

 

Lud mich der Himmel ein zu der Erfahrung,

Für Dich und nur für Dich noch da zu sein -

Mehr als bloß Illusion nun ... wahr zu sein!

In dem Gespür für ewige Bewahrung

 

Ruht auch in Dir nun dieses Urbekenntnis,

Bei freier Wahl so zeitlos-tief verbunden,

In allem klar zu sein und unumwunden?

 

Tagein, tagaus wächst so das Urverständnis:

Transzendental wird alles Diesseits leuchten -

Ein Schimmer hier schon unsren Blick befeuchten ...

 

 

 

Seligkeit

 

Es geht die Sage, dass die Sage endet,

So das Bekenntnis schweigend unklar bliebe -

Indes, mitunter siegt die reine Liebe,

So dass sich beider Geist zum Guten wendet

 

Traf da nicht Herz auf Herz, ganz unvergleichlich,

Ahnt nicht der tiefste Seelenmittelpunkt:

Nun, da es bebt und bahnt und glüht und funkt,

Da sei das zeitlos Nah-sein unausweichlich?

 

Ein Flügelschlag, der gleichsam nichts verwehrt,

Reich an Verlässlichkeit, an Tiefe und Vertrauen -

Zurück zur Zukunft, Gegenwart zu schauen

 

Ein Maß an Glück, das selbst die Liebe ehrt -

Ich spüre schon Dein silbrig-letztes Wähnen,

Treu noch der Seligkeit der Abschiedstränen ...

 

 

 

Deutung

 

Und die Liebe trägt ihr schönstes Kleid nun,

Küsst den Sternenhimmel und verneigt sich -

Über allen Launenspielen zeigt sich

Sehnsucht, zur Erfüllung ganz bereit nun

 

Sei die Morgenröte himmlisches Geschenk nun,

Tief durchwirkt vom Geist der Partnerschaft -

Mit und in uns jene Zauberkraft

Ist der Liebe Tiefe eingedenk nun

 

Credo auch vom Geist in den Genüssen:

Hoch und heilig, immer für Dich da -

Große Seelen fühlen echt und wahr

 

Einig zweisam, wie wir gern uns küssen,

Ruft die Nacht schon bald den Tag herbei -

Nur die Liebe macht uns stark und frei ...

 

 

 

Mehrwert

 

Es sind die Ziele, die den Weg uns weisen ...

Hat nicht der kleinste Wunsch schon Riesenkräfte,

Ruht nicht im Mittelpunkt der Weltgeschäfte

Privat ein Leben voller Seelenreisen?!

 

Relief der Zeiten, schenk’ mir einen Rahmen,

In dem ich zweifellos geborgen bin -

Vor allem steht die Frage nach dem Sinn,

Aus welchem alle andern Sinne kamen

 

Tief ein Gespür, wohin die Reise geht:

Legt je das Boot der Sehnsucht näher an?

Es wärmt die weise Hoffnung Frau und Mann

 

Begreifen, wie der Sommer schon verweht -

Es malt der Herbst das Leben bunt und reich,

Neu Herz und Lippen, liebend warm und weich ...

 

 

 

Freude

 

Über Teile finden wir zum Ganzen,

Reifes Glück kennt keine Abschiedszeilen -

Immer gern sich in die Arme eilen,

Miteinander durch das Dasein tanzen

 

Mehr als Illusionen und Affären,

Ewiger als bloß verliebte Stunden  -

Reifes Glück fühlt zeitlos sich verbunden

Und möcht' länger als ein Leben währen

 

Nichts als Liebe kann den Tod besiegen -

Dies ist mein Geschenk für alle Zeiten:

Ewig neue Freude Dir bereiten

 

Wahrhaft zärtlich beieinander liegen -

In dem unverbrüchlichen Vertrauen

Glückt die Lust, sich ewig anzuschauen ...

 

 

 

Mahnwache

 

Es ist ein Wissen jenseits aller Fragen,

Ist mehr als Ahnung, unverwechselbar,

Nachgerade Mahnung fast, so wach und wahr:

Ein letztes Miteinander-leben wagen

 

In allem was Du sagst und tust, ist Liebe,

Nur Du kannst meine Leidenschaft entfachen

Und über all mein Erdgefüge lachen!

Nichts, was uns jemals auseinander triebe

 

Das ist das Leben, das die Feuer schürt,

Als Urverlangen neue Bahnen brach -

Lauthals um Hilfe ruft und stets hernach

 

Lieblich Heilruhe in den Adern spürt!

Ein Fühlen schenk’ ich Dir, das tief und rein ist -

Sollst wissen, daß Du niemals mehr allein bist ...

 

 

 

Diesseits

 

Alles schwingt voll Wohllaut und Gesang,

So viel Freude - golddurchwirktes Sehnen -

Festtagskerzen und Dein Licht in jenen

Einzig schönen Augen - Engelsklang

 

Sei die Schönheit Künderin der Wahrheit,

Treu der Güte, Himmels Unterpfand -

Du hast mich zu Deinem Mann erkannt:

Ewig gipfelt schneebedeckte Klarheit

 

Reihum leuchtet magisch bunter Glanz,

Liebe leibt und lebt im Diesseits noch -

Ist nicht auszuhalten schön und doch

 

Einst reich' mir die Hand zum Sternentanz -

Bist so schön und gut und dennoch wahr,

Einfach weihnachtlich, was uns geschah ...

 

 

 

Verklärung

 

Ein Blick von Dir - auch mich lässt er nun sehen,

Reich ist das Leben so mit Hand und Fuß!

Sinnlichkeit, die beseelt in stummem Gruß,

Charme unsrer Nacht lässt mich den Tag begehen

 

Hat je der Mond die Venus mehr bewacht,

Mehr je der Strahl der Sonne Morgentau

Ein wenig wach geküsst und dennoch, schau,

Lieblich das Meer gerötet vor der Nacht

 

Zart fühl' ich Dich, wo immer Du auch seist,

Und denk' an Dich und fühl' Dich an mich denken -

Nur Du kannst so von Ferne mich beschenken

 

Geist liebt nun Leib, und Körper glüht vor Geist,

Ein stilles Jauchzen aus zwei Seelenhälsen -

Nichts macht glückseliger als solch Verschmelzen ...

 

 

 

Gipfelglück

 

Du bist Champagner mir auf Leib und Seele

Und wilder Nektar für Gemüt und Geist -

Glück bringend und zugleich beglückt, Du weißt,

Erlösen wir den Durst in Herz und Kehle

 

Lass mich in Deine Tigeraugen blicken,

In Iris und in Seelenfünkleins Mitte -

Erlaub’, als Antwort Deiner stummen Bitte,

Beschwingte Himmelsleitern Dir zu stricken

 

Tief drinnen wartet hoffnungsfroh ein Licht

Es warten Wege auf reale Chancen

Fern aller Fernen stimmen die Balancen

 

Ruf der Natur, so stark, obgleich so schlicht,

Als Segnung schwillt die Nähe in uns an -

Und Du und ich, wir sind nun Frau und Mann ...

 

 

 

Nachthimmelslicht

 

In Deinem Innern strahlt ein Bergkristall,

Ein Zauber lässt ihn unvergleichlich funkeln -

Mein Oberton, Du leitest mich im Dunkeln

Erstaunlich sicher - hier wie überall

 

Hörst Du, wie schön die junge Sehnsucht rief?

Ruhst Du in Dir, sie schwillt doch übermächtig

Oh, wie ein Saatkorn auf, drum eben dächt’ ich

Heut’ lieber tiefer noch an Dich als tief

 

Neu hat die Nacht den Tag nun übermannt -

Ein Sehnen, das umarmend selbst nicht schwindet,

Das immer neue Ausdrucksmöglichkeiten findet

 

In Küssen ungezählt und ungenannt,

C-moll-Akkorde, die fast heilig klingen,

Herzinnenwärts und tiefer in uns schwingen ...

 

 

 

Freudentränen

 

Du warst ein Traum und wurdest Wirklichkeit

Und bleibst mir wundersam, obgleich real -

Mein inneres Auge sieht von Mal zu Mal

Ein wenig wahrer uns in Raum und Zeit

 

In Wochen, die Bewusstsein wachsen spüren,

Neu prägt da tiefere Einsicht das Verstehen -

Soll seidener Glanz Dir durch die Seelen wehen,

Chinesisch-weise stille Gluten schüren

 

Hast unser beider Wege so verschönt,

Äonengleiches Warten zeigt schon Früchte -

Teil’ Freudentränen bald mit mir und züchte

 

Zu zweit, was Leben mit sich selbst versöhnt,

Lieb’ mich nun Hand in Hand und Mund an Mund -

Ein Tiefstes tut sich so im Höchsten kund ...

 

 

 

Zuversicht

 

Unsre gute Fee soll Patin sein

Soll uns schützen und bewahr’n, und glaub’ -

Auch mit einer Prise Feenstaub

Mittlerin uns sein für Dein und Mein

 

Möge uns, wo Regenwolken wandern,

Eine gute Zauberin nun weisen,

Nur zusammen durch die Zeit zu reisen:

Wir - von einer Reifung hin zur andern

 

Als der gute Geist der Morgenröte

Cherubinen rief, und sandte sie zu mir

Heiter spürte ich zwei Du’s als Wir

 

Sei’s der Himmel, der sich selbst erböte,

Ein Behüter uns zu sein bei Nacht und Wind -

Nie zu trennen Frau und Mann und Kind ...

 

 

 

Malteser Sonett

 

Man ist gelassen auf der Insel Malta,

Auf Eile sind die Geister nicht bedacht –

Längst hat Europa sich hier eingebracht,

Tat gut – nach 1000 Jahren Fremdverwalter …

 

Es reflektiert das südliche Gemüt

So mancher Blick – Malteser oder Gast,

Ein Fingerzeig (wo Du noch Worte hast)

Regiert, so Seele gleich den Palmen blüht.

 

So möcht’ man an den letzten Jahren weben!

Ohnmächtig ob der Zeit, die schon vertan ist –

Nicht einmal Kronos weiß, wo da ein Plan ist,

 

Es siegt das Hier und Jetzt, spontanes Leben!

Touristen sehen erstaunt zu hohen Scharen

Tiefenkultur aus 7000 Jahren …

 

 

 

Selbdritt

 

Du bist die Ankunft nach der langen Reise,

Rufst mich und rettest mich, zur Erde hin -

Sag, lag dies Wunder Dir bewußt im Sinn?

Ach nein, der Himmel sandte Dich ganz leise ...

 

Bin rein und zeitlos in Dir aufgenommen,

In Herz und Heim, und neu zur Erde hin -

Nun duftet alles köstlich nach Jasmin ...

Es scheint der Geist der Liebe selbst gekommen!

 

So wunderbar mag niemand ganz allein sein,

Charme der Natürlichkeit, Geist und Gemüt,

Horch’, wie Dein Lachen, wie Dein Blick erblüht -

 

Reichst mir die Hand und magst mit mir zu zwei’n sein,

Auch nehm’ den Duft ich nach Jasmin uns mit:

Glücklich zu zweit so  - und zugleich zu dritt ...

 

 

 

Seelentiefen

 

Augenpaare, die zwei Tigern gleich

Bannen, funkeln - und doch Frieden bringen,

Innere Stimmen, die nach außen dringen:

Nah und warm, so zart und klar und reich

 

Eine Ur-Begegnung: unvergleichlich!

Unvergänglich über Wassern schwebt nun

Neu das Leben, wo die Liebe lebt nun,

Dimensionen öffnet, überreichlich

 

Höhepunkte, die vor Tiefe leuchten,

In der Zeit ... vollendet zeitlos munden,

Lippenpaare, die ganz neu erkunden -

 

Mehr als beider Ewigkeiten bräuchten,

All die Seelentiefe auszudrücken -

Rosenrot sich fern und nah beglücken ...

 

 

 

Hoch-Zeit

 

Oh, Dich hab’ ich geliebt von Anfang an,

Chi Deines Wesens streichelnd, zart und fest -

Höchstes und Bestes, das mich leben lässt!

Ziehst Geist aus tiefstem Herzen mir heran …

 

Ewig nun Leib und Seele im Vertrauen,

In Treu und Glauben lebt das Glück fürwahr.

Tiefer vereint als Mann und Frau nun, ja:

So lass uns Wege voller Güte schauen!

 

Galant in guten wie in schlechten Zeiten …

Lass uns den Pfad der Inneren Reinheit gehen -

Uns in Geborgenheit entfaltet sehen.

 

Ermächtigt, über Heilige Saat zu schreiten -

Charmant betört von Goldnen Vlieses Werben

Kann Sehnsucht friedlich leben nur und sterben …

 

 

 

Hey-Day

 

Oh, I have loved you yet right from the start,

Caressed your Chi, your essence, than the rest -

Highness, you let me live the best of best!

Zooming your spirit in my heart of heart

 

Evermore soul and mind in confidence,

In trust and faith, a life in happiness -

Together now as wife and husband, yes!

So let us see ways of benevolence

 

Gallant in plenty and in time of need

Let’s walk the path of inner purity

Unfold us shelter and security

 

Enable us to stride as Holy Seed,

Charmed by the courting of the Golden Fleece

Keep longingly to live and die in peace …

 

 

 

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© Dr. Hilmar Alquiros The Philippines 2002 ff.