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Fairyland

 by Edgar Allan Poe (1829)

 

 

Dim vales - and shadowy floods -

And cloudy-looking woods,

Whose forms we can't discover

For the tears that drip all over!

Huge moons there wax and wane -

Again - again - again -

Every moment of the night -

Forever changing places -

And they put out the star-light

With the breath from their pale faces.

About twelve by the moon-dial,

One more filmy than the rest

(A kind which, upon trial,

They have found to be the best)

Comes down - still down - and down,

With its centre on the crown

Of a mountain's eminence,

While its wide circumference

In easy drapery falls

Over hamlets, over halls,

Wherever they may be-

O'er the strange woods - o'er the sea -

Over spirits on the wing -

Over every drowsy thing -

And buries them up quite

In a labyrinth of light -

And then, how deep! - O, deep!

Is the passion of their sleep.

In the morning they arise,

And their moony covering

Is soaring in the skies,

With the tempests as they toss,

Like - almost anything -

Or a yellow Albatross.

They use that moon no more

For the same end as before -

Videlicet, a tent -

Which I think extravagant:

Its atomies, however,

Into a shower dissever,

Of which those butterflies

Of Earth, who seek the skies,

And so come down again,

(Never-contented things!)

Have brought a specimen

Upon their quivering wings.

Feenland

von Edgar Allan Poe (1829)

  übers. v. Hilmar Alquiros, 1995*

 

 Schummrige Täler und Fluten voll Schatten -

Und Wälder, die Wolkengesichter hatten,

Deren Formen sich nicht entdecken ließen

Wegen der Tränen, die über alles fließen!

Mächtige Monde werden voll und schmal -

Wieder und wieder und noch einmal -

Jeglichen Augenblick der Nacht -

Ewig die Plätze tauschend, so dass

Sie Sternenlichter löschen sacht

Mit dem Atem, die Gesichter so blass.

Um Mitternacht auf der Mondenuhr,

Einer, noch feiner als die übrige Schar

(Von Wesensart, die erprobend nur

Als beste befunden war)

Sinkt hernieder, noch immer hernieder, ach

Mit seinem Zentrum auf das Kronendach

Eines Berges voller Majestät,

Indes es einen weiten Umhang näht

Und läßt ihn in lockerem Faltenwurf fallen

Über Weiler und über Hallen,

Wo immer sie auch wären -

Über seltsamen Wäldern und Meeren -

Über Geister, die noch auf den Beinen -

Und Wesen, die schon schläfrig scheinen -

Und begräbt sie alle, wie sie sind,

In einem Lichterlabyrinth -

Und, oh wie tief, so tief zieht dann

Die Leidenschaft des Schlafs in Bann!

Am Morgen dann sich zu erheben,

Und ihr mondenhaftes Kleid

Dabei, in die Himmel zu schweben,

Mit den Stürmen, wie sie nach oben schossen,

Wie gleichsam alles, weit und breit,

Oder gelben Albatrossen.

Sie brauchen diesen Mond nicht mehr

Zum gleichen Zwecke wie bisher -

Und zwar als eine Art von Zelt -

Das überspannt ich mir vorgestellt:

Seine winzigen Teile hingegen

Zerfallen in sprühendem Regen,

Wovon jene Schmetterlinge eben

Der Erde, die gen Himmel schweben,

Und so sich wieder hernieder wagen,

(In nie zu erfüllendem Streben!)

Eine Probe herangetragen

Auf Flügeln voll Zittern und Beben.

 

 

Start

*H.K.  Fantasia (Erster Deutscher Fantasy Club, 104-105) XI 1996 S. 201

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© Dr. Hilmar Alquiros The Philippines 2002 ff.